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Das Superager-Erfolgsprogramm

Nur eine personalisierte und multimodale = „mehrgleisige“ Behandlung kann Alzheimer wirksam vorbeugen und bessern. Sie glauben es nicht? Bitte weiterlesen! Was ich folgend beschreibe ist viel Neues für Karlsruhe und auch Neues für die Neurologie in der ambulanten Behandlung von Menschen mit Hirnleistungsstörungen oder einer beginnenden Demenz. Das Programm zielt auch auf Menschen, die wissen, z.B. aus familiären Gründen, dass sie ein erhöhtes Demenzrisiko (hier Fragebogen) haben.

Alzheimer-Demenz (AD) ist nur „ein“ Demenz-Typ, aber der häufigste dieser Krankheiten, wobei mehr als 20 Jahre (!) vor ersten Beschwerden bereits das Gehirn nachweislich durch Einlagerungen von toxischem Eiweiß (ß-Amyloid und Tau) erkrankt ist. Wir kennen zudem: Frontotemporale Lobärdegeneration (FTLD), Lewy-Körper-assozierte Demenz (LBD), wozu auch Parkinson-Demenz (PD) zählt, Progressive supranukleäre Blicklähmung (PSP) und noch einige seltene (z.B. Huntington, Demenz mit Neuroserpin-Einschlüssen, Hallervorden-Spatz, Niemann-Pick-Krankheit) zählen.

Neben dieser primären Neurodegeneration, bei denen allen es zu Ablagerungen von Eiweiß im Gehirn kommt, gibt es mehr als zwanzig verschiedene „sekundäre“ Typen von Demenzen. Am häufigsten sind hier gefäßbedingte Demenzen (VD), also große und/oder kleine hirnversorgende Gefäß betreffend. Weiter gehören hierzu z.B. Folgen einer Hirn-Raumforderung, traumatische – wichtig hier: Sport bedingte – Kopfverletzungen, infektiöse, entzündliche, hormonell bzw. stoffwechselbedingte – wichtig hier: Alters-Zucker-Krankheit – oder toxische (z.B. Alkohol und andere Drogen, auch infolge Medikamente, z.B. Benzodiazepine) Demenzen.

Mein Therapieprogramm basiert auf nachweislich erfolgreichen und immer weiter entwickelten Konzepten, z.B. von Dale E. Bredesen (Bredesen Protocol, ReCODE), aus der modernen Neurorehabilitation (s. mein Blog) in der Anwendung speziell fokussiert und angepasst auf „Ihre“ Hirnleistungsstörungen und deren Ursachen. Es kommen physiotherapeutischen Techniken zum Einsatz, die sich gemäß aktueller neurowissenschaftlicher Datenlage als wirksam erwiesen (s. mein Blog) haben. Je nach neuen Erkenntnissen wird dieses personalisierte neurorehabilitative Behandlungskonzept modifiziert. Das ständige Anpassen ist ein wichtiger Faktor für den anhaltenden Erfolg dieses Therapieverfahrens.

Inzwischen kennen wir die biologischen Merkmale des Alterns ziemlich gut:
– chronische Entzündung (Inflammation)
– Qualitätsverlust der Mitochondrien (Mitochondrial Quality Control)
– Störung der Eiweiß-Homöosthase (Protein Homeosthasis)
– Schwächung des Immunsystems (Immune Dysfunction)
– Störungen im Stoffwechsel (Metabolic Dysregulation)
– Störungen der Epigenetik (Epigenetic Changes)
Alle diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig, sodass die Veränderungen und folglich der Alterungsprozess sich beschleunigt, je mehr auffällige Störungen im Organismus auftreten.

Wichtigste Grundlage ist deswegen: Erst wenn Sie wissen Was genau das/die ursächliche(n) Problem(e) bei Ihnen sind, können diese gezielt verbessern. Deswegen muss das Fundament zu Beginn eine umfangreiche neurologische Diagnostik sein, die möglichst viele Ursachen eines vorzeitigen Hirnleistungsabbaus und einer verfrühten Gehirnalterung erforscht. Ziel ist es, als Konsequenz dieser diagnostischen Ergebnisse, möglichst viele der krankmachenden Faktoren gleichzeitig=mehrgleisig zu behandeln.

Dies folgt dem holistischen Leitgedanken: „Ein-Patient=Eine Therapie“, nicht „Eine Diagnose=Eine Therapie“ wie es oft schulmedizinisch ist.

Eine wichtige, erfolgreiche europäische Studie aus Finnland (FINGER-Study) und das Therapieprotokoll nach Dale E. Bredesen konnten mit diesem mehrgleisigen Therapievorgehen – also einer Behandlung, die mehrere Faktoren gleichzeitig therapiert – nicht nur ein Bremsen des Hirnabbaus, sondern sogar Verbesserungen, nämlich einen Hirnaufbau (ja!), belegen. Das unterscheidet sich zu üblicher schulmedizinischer Vorgehensweise: ein Medikament auf einen Zielparameter, z. B. ein Antikörper gegen das im Hirn angereichert abgelagerte Beta-Amyloid. Dies Vorgehen bewirkt nämlich „nur“ ein mäßiges Bremsen der Verschlechterungen, was im Alltag unerkannt bleibt.

Die zugrundliegende Literatur, die ich regelmäßig überarbeite, ist in meiner Alzheimer-Buchliste (s. Blog) nachzulesen.

Die Diagnostik umfasst:

  • Blutversorgung des Gehirns
  • Hirnleistungsuntersuchung
  • Körpermuskel- und Körperfettanalyse
  • Ernährung
  • Mikrobiom (=Darmflora)
  • Stoffwechsel und Neuro-Hormone
  • Immunabwehr / chronische Entzündungen
  • körperliche Aktivität
  • Schädelverletzungen
  • Schlaf- und Entspannung
  • genetisches Risiko
  • sozialer Stress
  • Umweltgifte
  • Denken und Lebenseinstellung

Die Befunde leiten zu spezifischer Vorgehensweise für folgende Bereiche:

  • Hirnleistungstraining
  • Schlafhygiene
  • Training von Entspannung per Biofeedback
  • Ernährung und Mikrobiom
  • körperliche Aktivität
  • Vermeiden von Giften
  • Anti-Stress-Strategien
  • Denken und Lebenseinstellung
  • soziale Aktivitäten

Im Unterschied zu den ersten sechs Bereichen (s. bitte auch mein Blog), die ich mit einem langfristigem Konzept behandele und entsprechend berate, kann ich betreffend der letzten drei Bereichen zwar gute Empfehlungen und Hinweise geben. Sollten diese aber eine besonders wichtige Rolle im Krankheitsgeschehen spielen, z.B. familiäre Dauerfede oder akute psychiatrische Krankheiten, müsste ich eine Weiterempfehlung aussprechen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Patienten bedanken, die mir das Vertrauen entgegenbrachten und entgegenbringen, meinen Empfehlungen zu folgen. Ohne Sie könnte ich nicht von wunderbaren Erfolgen berichten, die auch mich und meine Mitarbeiterinnen freuen. Ich bemühe mich in der Behandlung vor allem deutlich zu machen, dass ich im Rahmen dieses „Superager-Erfolgsprogramms“ für Sie ein Coach, also ein erfahrener, spezieller – neudeutsch: „Personal“ – Trainer bin, denn die Hauptarbeit leisten Sie – der/die Patient/-in.