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Welt-Alzheimer-Tag 21.09.2021

Weltweites Motto ist: „Know Dementia, Know Alzheimer´s.“ In Deutschland heißt das Motto – sinngemäß leicht abweichend: „Demenz – genau hinsehen!“ – deswegen ist ein jährliches „Gehirn-Check-Up“ ratsam.

Es ist wieder einmal Welt-Alzheimer-Tag. Das Thema der diesjährigen Kampagne Know Dementia, Know Alzheimer’s“ – übersetzt wohl: „Demenz Erkennen, Alzheimer Erkennen“ – stellt die hervorgehobene Bedeutung der Diagnostik und das Wissens um eine Demenz-Erkrankung und speziell der Alzheimer-Demenz in den Vordergrund. Besonderer Aufmerksamkeit gelten Warnzeichen und frühen Symptomen von Demenzen, die umgehend beachtet werden sollten und denen ursächlich nachzugehen ist. Die Suche nach Information und das Aufsuchen des fachlichen Rates und Unterstützung bei einer möglichen Diagnose erst erlaubt, dass sich betroffene Menschen und ihre Angehörigen vorbereiten und planen können, wie mit der Erkrankung umgegangen werden kann.

Der neue Welt-Alzheimer-Report 2021 stellt die Methoden der frühzeitigen Diagnosestellung in den Mittelpunkt seines Berichtes, da wir davon ausgehen müssen, dass bisher 60-90% der Erkrankten nicht diagnostiziert sind. Wir sind aktuell an einem Wendepunkt für immer bessere und einfachere Methoden in der Diagnostik und zudem bahnbrechender neuer Therapiemöglichkeiten, die deutlich machen, dass es jetzt an der Zeit ist, besondere Aufmerksamkeit der Diagnostik zukommen zu lassen. Deswegen betont dies der neue Report erkennbar mit dem Untertitel: „Journey through the diagnosis of dementia“. Der Bericht beginnt mit der wichtigen Botschaft: Es rast ein Sturm, am Horizont klar sichtbar, auf uns zu und Regierungen sollten dies dringlich anpacken. Wir werden durch bessere Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten einen „Tsunami“ an Nachfrage im Gesundheitssystem erleben, was nicht im üblichen 10 Minuten-Takt bei Ärzten zu bewältigen sein wird.

Das deutsche Motto des Welt-Alzheimer-Tages und Woche der Kampagne heißt – im Sinn etwas abweichend: Demenz – genau hinsehen!“ Inhaltlich stellt man in Deutschland eine etwas andere Thematik, anknüpfend an die des letzten Jahres – Wir müssen reden! – ins Zentrum der Kampagne. „Wird die Diagnose Demenz gestellt, sehen wir manchmal statt des Menschen nur noch die Krankheit. Doch Menschen mit Demenz verfügen über Fähigkeiten, wollen selbstbestimmt leben, wollen mit einbezogen werden, wollen sich aktiv einbringen. Damit Menschen mit Demenz teilhaben können, heißt es genau hinsehen: Langsamer reden, den Blickkontakt suchen, einfache Worte wählen, geduldig sein. Und es heißt aufmerksam sein, ob jemand im Supermarkt, im Bus, auf der Straße oder anderswo unsere Unterstützung benötigt.

Wenn Angehörige oder Freunde feststellen, dass sich jemand verändert, Verabredungen vergisst, anderen Familienmitgliedern oder Bekannten plötzlich unberechtigte Vorwürfe macht oder sich aus Hobbys und Aktivitäten zurückzieht, dann sollten auch sie genau hinsehen, behutsam mit den Betroffenen darüber reden und eine ärztliche Untersuchung anregen. Es gibt viele Formen der Unterstützung und Entlastung – sie helfen Menschen, so lange wie möglich gut mit einer Demenzerkrankung zu leben und im Alltag teilhaben zu können.“

Drastisch betonte der WHO-Generaldirektor die weltweite Situation: „Die Welt lässt Menschen mit Demenz im Stich.“

Fakten zur Erinnerung:
– die Zahl von aktuell 1,6 Mill. Betroffenen in Deutschland wird sich bis 2040 verdoppeln
– wenn erste Symptome auffallen ist das Gehirn bereits mehr als 20 Jahr krank
– es gibt jedoch viele Ursachen von Hirnleistungsstörungen, die gut therapierbar sind
– die nächsten Jahre ist mit Zulassung von Medikamenten zu rechnen, die den geistigen Abbau bremsen
– es ist auf Jahre kein Medikament absehbar, das Demenz heilen kann
– Vorbeugung bzw. Prophylaxe, je früher je wirksamer, ist nachweislich bessernd (s. meinen Blog)

Deswegen der Rat gemäß World Alzheimer Report 2021: „Gesundheitssysteme sollten für alle Menschen ab dem 50. Lebensjahr jährlich ein Gehirn-Check-Up – Wie gesund ist mein Gehirn? – einführen.“