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Meine Buchliste – Ernährung

Erfahrungen mit manchmal erstaunten Patienten bei Ernährungsberatungen als Neurologe in Karlsruhe veranlassen mich, Ihnen meine kommentierte Buchliste zu diesem Gebiet zu präsentieren.

Ab 2020 füge ich neu gelesene Bücher direkt nach der Einführung am Beginn der Liste an, also nicht mehr nach dem Alphabet, sodass Sie einfacher erkennen können, ob Sie das Buch schon gelistet sahen.

Die  vorgestellten Bücher sind weitestgehend von erfahrenen Ärzten geschrieben, die ihre Ernährungsleitlinien in der Realität der Behandlung von Patienten geprüft haben. Andere Bücher scheinen mir fast immer bei fehlender Fähigkeit zum Unterscheiden zwischem Wichtigem und Weniger-  bis Unwichtigem oft weit ab von der Realität. Einfach gesprochen: Wenn Sie ein Haus bauen wollen, lassen Sie sich einen Plan von einem forschenden Hochschullehrer oder von Wissenschaftsjounalisten erstellen, die nie in ihrem Berufsleben ihre Pläne in der Realität geprüft haben? Ich rate davon entschieden ab, wenn Sie in einem stabilen Haus leben möchten.

Inzwischen erkenne ich derartige akademische Luftschlösser rasch, die zwar durchaus korrekte wissenschaftliche Zusammenfassungen sein können, jedoch keinerlei Hilfe für ein Ernährungsproblem des Einzelnen in dessen Lebenssituation und Gesundheitszustand sind. Das Problem ist zudem: Viele glauben von sich selbst, sie wären ja eigentlich schon Experten, obwohl die meisten nicht nur humanmedizinische sondern ebenso ernährungswissenschaftliche Laien sind. Ganz zu Schweigen von der mathematischen Unkenntnis, wie Forschungsergebnisse von Studien zu beurteilen sind. Und darüber hinaus bin ich oft überrascht welch simples, ja anti-biologisch, maschinistisches Selbstbild viele Menschen von ihrem Körper haben, den Mutter Natur über viele hundert Millionen Jahre im „gnadenlosen“ Selektionsprozess (=Evolution) überleben liess.

Aber sicher, ein bißchen stimmt das natürlich vom Expertenstatus. Jeder empfindet – scheinbar – untrügliches Empfinden, was „mir gut tut“. Nur leider ist dies biologisch begründet nicht selten falsch und gehört zur Liste des „systematisch fehlerhaften Denkens“. Wichtig ist meiner Erfahrung nach zudem: eine Ernährung MUSS auf jede Person individuell angepasst und immer wieder, je nach Situation, Verlauf und Beschwerden, nachjustiert werden. Es gibt weder eine Diät für eine Diagnose noch die eine Diät, die sich für Alle eignet. Insofern, bitte diese Buchliste mit besonderer Bedacht betrachten. Nichtsdestotrotz viel Spass beim Lesen.

  • David Nutt: Drink? The Science of Alcohol + Your Health (2020)
    Das Buch soll kein Spaßkiller sein oder anklagen zumal unsere Gesellschaft ja bewußt zum Alkoholdrinken in verschiedenen Verdünnungen, ob als Château Latour, Champus, Becks oder Gin u.a., verführt. Aber ja, C2H5OH ist das weltweit häufigste, gefährlichste  und weit wichtigste Giftstoff für unser Gehirn, und: es gibt keine Dosis die gut ist. Professor Nutt, mehr als 30  Jahre klinisch erfahrener Psychiater und Neuropharmakologe an der University of Camebridge (UK), erklärt wie und warum es soziale Angst nehmen und stimmungsaufhellend, warum es zu „beer goggles“ aber auch zum Black-Out oder anderen Lebensgefahren und vielen schweren Folgekrankheiten (z.B. Lebenentzündung=Hepatitis) führen kann. Er beschreibt zudem, wenn man weiter darauf wirklich nicht verzichten möchte, Wie, Wann und Wieviel man es mit wissen um die Wirkungen trinken kann ohne abhängig zu werden und das Risiko für Krankheitsfolgen gering bleibt. Dies ist ein Buch, leider nicht übersetzt, für Alle, die es genau wissen und auf das ein oder andere Glas ungern verzichten; also eigentlich für (fast) alle ein Muss-Buch!
  • Michael Ruscio: Healthy Gut Healty You (2018)
    Ein umfassendes Buch zu vielen Aspekten der Darmgesundheit und ihren Krankheiten und deren Einflüssen auf unsere gesamte Gesundheit, spezieller natürlich betreff unseres Gehirns. In über 30 Kapiteln, beginnend bei grundlegenden Fakten eines gesunden Darmes, werden Krankheiten, deren Therapiemöglichkeiten und auch die Schwierigkeiten der individualisierten Therapie mit fast überwältigenden Literaturhinweisen zusammengefasst. Es ist ein erfahrungsreiches Buch von einem Spezialisten, der in vielen Jahren viele Patienten in seiner Praxis erfolgreich behandelte. Zudem – dies darf ich als Bibliophiler einwerfend – ist es ein Buch mit schöner Gestaltung trotz dass es Paperback ist. Sehr schade, dass es (bisher) nicht übersetzt in Deutsch vorliegt.
  • Richard J. Johnson: Fat Switch (2012)
    Dies ist ein Buch auf das ich erst kürzlich stieß. Der Nierenspezialist kam über die Erforschung des Zusammenhangs von Nierenkrankheiten und Bluthochdruck auf besondere Faktoren der Ernährung, landete schliesslich bei unseren ungesunden Fett-, Salz- und Zuckeressgewohnheiten. Viel entscheidender scheint jedoch – und da ist er DER Fachmann – die Menge an Fructose in unserer Nahrung zu sein. Fuuctose ist wohl Speise für Notzeiten, denn unser Körper geht völlig anders damit um als mit Glukose. Gerne wird übersehen, dass unser Tafelzucker zu 50% Fruktose und zu 50% Glukose ist. In diesem Buch werden diese Zusammenhänge mit überraschenden Erkenntnissen beschrieben. Lesenswert für bereits Informierte, für Ernährungsberater m.E. ein „Muss“. Leider nicht übersetzt.
  • Fasano, Alessio: Gluten Freedom (2014)
    DER Welt-Experte zu Gluten! Was er viele Jahren darstellte wurde lange abglehnt, doch inzwischen ist es weitgehend unstrittig, man kann auch gluten-empfindlich sein OHNE eine Zöliakie zu haben. Man muss seine Artikel und das Buch nicht gelesen haben, aber zumindest sollte man einige Vorträge oder Interviews anhören, die unübertroffen die Komplexität der Thematik und seine erstaunlichen Erkenntnisse darstellen. Ein ignoriertes Ergebnis ist z.B. dass ca. 20 % der Patienten mit psychiatrischen Krankheiten sich über eine rein glutenfreie Diät heilen lassen.
  • Fung, Jason: The Obesity Code (2016) und The Diabetes Code (2018)
    Ein schulmedizinischer Diabetes-(„Alterszucker-„)Spezialist berichtet über seine Wandlung als Folge der Erkenntnisse, die die schulmedizinischen Ernährungsempfehlungen ignorieren. Wir essen viel zu viele Kohlenhydrate und Zucker, was Dickmacher sind und die Epidemie der Zuckerkranken auslöste. Seine Bücher erklären diesen Zusammenhang sehr nachvollziehbar. Verstehbar wird dass das chronisch erhöhte Insulin die Schaltstelle der Organzerstörung ist, weswegen schulmedizinische Insulintherapie die Krankheit nur verschlimmern kann. Zudem ist er einer der größten Fachleute in der täglichen Anwendung von Fasten auch bei schwer kranken Diabetikern. Er schreibt zwar wissenschaftlich ausgerichtet, jedoch ist auch ohne große medizinische Vorkenntnis zu verstehen. In deutsch gibt es „Diabetes rückgängig machen“ (2018). Für Betroffene sehr zu empfehlen.
  • Greger, Michael: How not to Die (2015)
    Wenn Sie ein überzeugter Veganer sind, ist dies das richtige Buch. Man muss als Allesesser etwas vorsichtig sein, da seine Argumente und seine offen zur Schau getragene „Anti-Fleisch-Haltung“ dies immer bestätigt, auch wenn es nicht so einfach ist. Studienergebnisse, die dieser Haltung („Meat kills“) nicht entsprechen, lässt er gerne unbeachtet. Dennoch, es ist ein Buch mit vielen hilfreichen Rezepten, insofern auch für Allesesser durchaus anregend, da es Nährstoffe beachtet (z.B. Eisen), die bei Veganern oft zuwenig zugeführt werden.
  • Gundry, Steven: The Plant Paradox (2017) und The Longevity Paradox (2019)
    Der Autor war lange Herzchirurg an der Universität Loma Linda bevor er vor mehr als 10 Jahren begann, den Ernährungsgrundlagen seiner herzerkrankten Patienten Aufmerksamkeit zu schenken. Aus diesen Erfahrungen schöpft das Buch, das die Geister spaltet, dennoch: er beschreibt insbesondere für chronisch kranke Menschen mit Autoimmunerkrankungen die Grundlagen einer Ernährung mit Verzicht auf jegliche Lektine. Gluten, das wir inzwischen alle kennen, gehört zu dieser Gruppe (Glykoproteine). Mit der Darstellung der biologischen Hintergründe wird dieser Ansatz verstehbar. Eine nicht unkontroverse Vorgehenseise aber durchaus wissenswert. In Deutsch erhältlich: „Böses Gemüse“ und „Paradox des langen Lebens“.
  • Heber, David: Primary Care Nutrition – Writing the Nutrition Prescription (2017)
    Der Autor, Internist, ist eine Lichtgestalt in der Ernährungsmedizin mit mehr als 30 Jahren Forschung und klinischen Erfahrungen mit tausenden Patienten. Das Buch ist mehr als Lehrbuch für Ärzte gedacht, da es kapitelweise viele Erkrankungen einzeln abhandelt. Dabei stellt er übliche schulmedizinische Vorgehensweisen auf dem Hintergrund der Datenlage in Frage und biete immer andere hilfreiche Behandlungsratschläge an. Ein sehr wissensumfassendes Buch, das jeder gelesen haben sollte, der Ernährungsberatungen durchführt, also zwingend für Ratgeber.
  • Hyman, Mark: Food – What the Heck Should I Eat? (2018)
    Der Autor, Direktor der Cleveland Clinic für „Funtional Medicine“ mit mehr als 20jähriger Erfahrung in der Behandlung komplexer Krankheitsbilder, stellt in diesem Buch den Wissenstand zu den wichtigsten Nahrungsbestandteilen dar. So z.B. über Fleisch, Fisch, Gemüse oder Milchprodukte etc.. Es taucht tief in wissenschaftliche Ergebnisse ein. Hierauf basieren seine Beurteilungen, sodass diese gut transparent werden. Am Ende jedes Kapitels fasst er mit Ratschlägen dies jeweils zusammen, was sehr hilfreich ist. Ein Buch, das empfehlenswert ist für alle, die sich intensiver mit den Bestandteilen unserer Ernährung beschäftigen wollen. Er ist mehrfacher Buchautor, „New York Times Bestsellers“, und ist im Internet sehr aktiv einer der führenden Ärzte in „Functional Medicine“.
  • Kresser, Chris: Your Personal Paleo-Diet (2013)
    Dies ist kein fanatisches Buch für diese Art der Ernährung, was man vielleicht zunächst glaubt. Seine Theorie basiert auf evolutionärer Ernährungsentwicklung, insofern sind die Ratschläge an dieser ursprünglichen Ernährungsweise zwar orientiert. Aber mehr: der Autor zeigt an vielen Beispielen, es gibt keine „one-size-fit´s-all-Diät“, sondern Ernährung muss für jeden Einzelnen in längerdauernder Umstellung gemäß Ziel und Lebensumständen gefunden werden. Seine Erfahrungen mit sehr vielen Patienten belegen umfassend und differenziertes Vorgehen. Klar wird, was für den Einen gut ist, kann dem Anderen schaden. Nicht nur legt er eine Hitliste nährstoffreicher Essen vor, sondern diskutiert diese auch im Lichte der Resorption, alos Darmaufnahmefähigkeit und beschreibt einsichtig allle Makronährstoffe im Detail (z.B. Fette: lang-, mittelkettige gesättigte Fettsäuren, natürlich vs. artefizielle Trans-Fette u.a.). Da wird deutlich warum z.B. Eisen oder Magnesium ein Problem sein kann und warum Getreide, auch Vollkorn, keine gute Wahl ist, wir aber auch gesättigte Fette benötigen. Ein „Muss-Buch“ für jeden, der ernsthafte Ernährungsberatung machen möchte.
  • Li, William: Eat to Beat Disease (2019)
    Ein erfahrener Internist berichtet über die vielen Jahre und Behandlungen von Patienten, wie für verschiedene Krankheiten und gesundheitsförderliche Bereiche die Ernährung umgestellt werden kann, so z.B. betreff Herz-Kreislauf oder Krebs. Zudem beschreibt er sehr fundiert, dass Medikamente vielfach schlechtere Ergebnisse bewirken, als eine spezifische Ernährungssumstellung mit bestimmten zu bevorzugenden Speisen. Dies ist ein Buch für viele Interessierte zumal es mehrere Listen mit Nahrungsmitteln anbietet, die mit persönlicher Note heraugefiltert werden können.
  • de Lorgeril, Michel: Cholesterol and Statins: Sham science and Bad Medicine (2014)
    Ein umstrittenes Buch, aber wer ein offenes Ohr auch für kritische Aspekte der weltweiten Statinpropaganda hat, sehr erhellend. Man muss nicht Statingegner werden, nur die Daten im Lichte der Wirksamkeit aus anderer Perpektive betrachten. Ein Buch für Spezialisten im Fettstoffwechsel.
  • Longo, Valter: Longevity Diet (2018)
    Hier werden nicht nur die vielen, durchaus glaubwürdigen Studiendaten betreff Ernährung und Langlebigkeit aufgeführt, sondern viel mehr, er beschreibt eine aus den Daten abgeleitet kalorienreduzierte 5 Tage-Fasten-Kur (=“Fasting mimicking cure=FMD“), die er überprüfte und sich wohl als wirksam erweist. Wer nicht nur lange gesund leben möchte und zu einer regelhaften 5 Tage-Kalorienreduktion pro Monat, oder auch nur 1x/viertel Jahr, bereit ist, dem ist diese wichtigte und lesenswerte Buch ans Herz zu legen!. Zudem: man darf von ihm noch weitere Überraschungen erwarten. Dies Buch ist deutsch übersetzt, Titel: “ Iss dich jung: Wissenschaftlich erprobte Ernährung für ein gesundes und langes Leben“ (2018). Zudem vertreibt er über die Firma Prolong® eine 5-Tage-Diät, die zwar wirksam ist, jedoch bemühe ich mich in meinen Beratungen Sie selbst in die Lage zu versetzen, sich passend für Ihr Leben zu ernähren.
  • Ludwig, David: Always Hungry (2016)
    Ein schönes Buch – in Deutsch erhältlich: „Nimmersatt“ – das einen einfachen Überblick über unsere meist ungesunde, moderne Ernährungsweise gibt. Wissenschaftliche Fakten, die das Gesundheitsschädigende bestätigen, werden anschaulich erklärt und darstellt und überschaubare, wenn auch etwas pauschale Tipps zur Verbesserung der Ernährung und zu Lebensstiländerungen werden vorgeschlagen. Auch für Einstieger ist es zum Lesen geeignet.
  • Lustig, Robert: The Hacking of the American Mind (2017) und Pure. White. Deadly (2018)
    Ein Kinderarzt und Endokrinologe, der die Epidemie von früher umbekanntem Diabetes mellitus Typ 2 („Alterszucker“) auch bei Kindern im Verlaufe der letzten 30 Jahre miterlebt hat. Dies liess ihn zum kämpferischen Verfechter für „Real Food“ werden, eine Initiative, die er mit gegründet hat. Seine Bücher sind eine Fundgrube für den wissenschaftlich Interessierten zumal sie auch die Strategien der Nahrungsmittelindustrie offenbaren, die uns zu ungesunder Ernährung verführen sollen. Er verknüpft seine vielen wissenschaftlich, gut recherchierten Fakten mit der Zunahme von Depression und Suchtkrankheiten der modernen Menschen. Teilweise erschütternde Erkenntnisse, jedoch ist sein sozialpolitisches Credo völlig nachvollziehbar. Nur für Leser mit guten Nerven geeignet.
  • Malhotra, Assem/O´Neill, Donal: The Pioppi-Diet (2018)
    Der erfahrene britische Kardiologe berichtet über die überraschenden Forschungsergebnisse über „Centenarians“ (Menschen über 100 Jahre), die bereits in den 60er Jahren in Italien begannen. Pioppi ist eine Kleinstadt südlich von Neapel. Seine Darstellungen leiten zu den Ursachen der modernen krankmachenden Ernährung. Er beschreibt in verständlichen Sätzen, unterlegt mit vielen Studien, die „wirklich“ gesunde mediterrane Kost, viel Olivenöl, viel Fisch, frisches Gemüse und Gewürze. Erschütternde Fehlinformationen, die oft in der Presse zu lesen sind, werden zurecht fundiert kritisiert.
  • Mercola, Joseph: Fat for Fuel (2017)
    Ebenfalls einer meiner Helden, da er als Neurologe schon über 30 Jahre in holistischer Therapie arbeitet, immer auch der Suche auch neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere Ernährung betreffend, um dies seinen Patienten nahezubringen. Er begann zudem schon vor langer Zeit sein Wissen nicht nur in Büchern sondern auch per Videos zu vermitteln. Seine Interviews mit Forschern oder Sachbuchautoren lassen seine großen Kenntnisse erkennen. Das Buch in Deutsch heisst “ Gesunde Fette„.
  • Mosley, Michael J.: The Fast Diet (2013)
    Eine BBC-Journalist, von Beruf Arzt, beschreibt in einfacher und gut lesbarer Weise wichtigste Grundregeln für ein gesünderes Essen. Für den Einstieg ein leicht zu lesendes Buch.
  • Moss, Michael: Salt Sugar Fat: How the Food Giants Hooked Us (2014)
    Wenn Sie die Verführungsmethoden der Nahrungsmittelindustrie interessiert, werden Sie hier umfassend informiert. Der investigative Journalist trägt jahrzehntelange Strategien der Weltfirmen und deren großen Erfolge vor. Sicher, der Versuch wirklich Gesundes zu verkaufen und erfolgreich zu bewerben ist aufgrund des immensen Marktdrucks von den Firmen wohl nicht mehr möglich. Das Wirtschaftsgeschehen braucht “Junk Food Junkies”! Ernüchternde Zahlen und Erkenntnisse werden gut verständlich (inzw. ins Deutsche übersetzt) beschrieben.
  • Noakes, Timothy: Lore of Nutrition (2018) Neuauflage mit Marika Sboros Real Food on Trial (2019)
    Man glaubt es zunächst nicht, es liest es sich wie ein Krimi, deswegen ist es nicht überzogen zu sagen, er ist ein „Galieo Galliei“ der modernen Ernährungswissenschaft. Denn: er wurde berufsgerichtlich in Südarfrika angeklagt nachdem er eine 180°-Wende vom überzeugten Vertreter von High-Carb zu Low-Carb machte und in einem Radiointerview hierzu Ratschläge gab. Allein dies gebührt allerhöchsten Respekt. Die Jahre bis zum umfassenden Gewinn des Gerichtsverfahrens mit Darstellung von 40 Jahren, vom Establishment bekämpfter Forschung, stellt er mit verständlicher, persönlicher Betroffenheit dar. Hier finden Sie erschutternd die Nachweise, wie die Industrie die Forschung betreff Ernährung seit Jahrzehnten korrumpiert. Erkenntnisse, die für mich als Philanthrop schwer verdaulich waren. Ein Buch das Jeder lesen sollte, vor ihm kann ich nur voll Respekt mein „Chapeau!“ bieten und viele Leser wünschen.
  • Panda, Satchin: The Circadian Code: Lose Weight, Supercharge Your Energy, and Transform Your Health from Morning to Midnight (2018)
    Dies ist einer der führenden Experten für den zirkidanen Rhythmus nicht nur von Menschen. Er began als Forscher in diesem Gebiet bei Pflanzen, die letzten Jahre aber Tier- und Menschenstudien durchführend, in denen das “time restricted feeding”, z.B. mit einem Essfenster von 10 Stunden bei essfreien 14 Stunden pro Tag, als eine sehr einfache Lebenstilmethode Gesundheit und Lebensverlängerung in Tierstudien bewirkend beschrieben wird. In seinem Buch stellt er die bemerkenswerte, umfassende wissenschaftliche Studienlage dar. Sicherlich, er ist Forscher, kein KLiniker mit vielen behandelten Patienten, aber es wird klar, dass seine Methode (von anderen angewendet) viel leichter zu folgen ist, als z.B. striktes Fasten über mehrere Tage. Ein Buch für Fortgeschrittene.
  • Perlmutter, David: Brain Maker (2015), The Grain Brain (2018)
    Auch er ist einer meiner Helden: seit mehr als 25 Jahren, Neurologe in New York, behandelt er auf „holistische“ Weise seine neurologisch erkrankten Paienten, früher noch als  Verrückter belächelt, inzwischen längst anerkannt. In 2019 beendet er seine Praxisarbeit und konzentriert sich nun auf Lehre und Schreiben.
  • Phinney, Stephen/Volek, Jeff: The Art and Science of Low Carbohydrate Living (2011)
    Auf dem Gebiet “Low Carb/High Fat” sicherlich in ständiger Anwendung bei Patienten gehören die beiden Ärzte wohl weltweit zu den Erfahrensten. Das Buch fasst mehr als 20 Jahre Praxiswissen täglicher Arbeit zusammen, ein Fundus mit Beispielen, die Besonderheiten und Feinheiten in der ständigen Nachjustierung dieser Ernährungsweise bemerkenswert verdeutlicht. Zudem wird klar, dass diese “Keto-Diet” nur in enger Anbindung mit einen Arzt, der erfahren ist, erfolgen sollte. Jedem der sich intensiv mit dieser Ernährungsweise beschäftigen möchte, sei es als eines der themadurchdringensten Bücher sehr ans Herz zu legen.
  • Proudfoot, Jonno: The Real Meal Revolution 2.0 (2017)
    Dies ist in Sudafrika ein Bestseller, wurde mit Unterstützung von Tomothy Noakes geschrieben. Einfache Listen helfen Anfängern in der Nahrungsumstellung rasch.
  • Roizen, Michael: What to Eat When (2018)
    Nicht nur „was“ wir essen, sondern „wann“ wir es essen ist von sehr großer Bedeutung. Einfach gesagt: die gleiche Speise morgens um 8 oder abends um 8 Uhr verursacht völlig andere Stoffwechselprozesse. Genau dieses Thema wird hier mit sehr viel wissenschaftlicher Datenbasis gut begründet dargestellt. Nach dem Lesen musste ich meine Esszeiten und Nahrungsprodukte deutlich verändern, um gesundheitliche Perspektiven zu beachten. Ein Buch, das Sie erstaunen wird, eine große Hilfe sein kann den eigenen Stoffwechsel zu verstehen, aber auch nicht einfach zu lesen ist.
  • Rosch, Paul/Harcombe, Zöe: Fat and Cholesterol Don’t Cause Heart Attacks and Statins are Not the Solution (2016)
  • Schoefield, Grant/ Zinn, Caryn: Fat Diet (2016), und Fast Diet (2018)
    Eine erfahrene Ernährungsexpertin tat sich mit Ihrem Professor für öffentliche Gesundheit (Neuseeland) zusammengetan um diese beiden Bücher zu schreiben. Umfassendes Wissen wird mit einfachen Ratschlägen verbunden. Für etwas Fortgeschrittene ein gute Hilfe.
  • Seyfried, Thomas/Kalamian, Miriam: Keto for Cancer (2017)
    Ein jahrzhente erfahrener Forscher betreff Stoffwehsel, Spezialgebiet Mitochondrien, und eine erfahrene Ernährungsberaterin haben sich im gemeinsamen Schnittfeld, Krebstherapie, für diese Buch zusammengetan und beeindruckende Fakten dargestellt. Jeden, der an gesunder Ernährung gezielt bei einer Krebserkrankung interessiert ist, sei dies Buch empfohlen.
  • Sinatra, Stephan: The Great Cholesterol Myth (2012)
    Es wird Ihnen ein Augenöffner für die finanziell gepuschte Schulmedizin sein, die der Wirklichkeit nicht standhält, wenn man zu „evidence-based medicine“ bereit ist!
  • Spector, Tim: The Diet Myth (2015)
    Der Londoner Spezialist für Zwillingsstudien wurde auch durch eignene Betroffenheit zum Ernährungsforscher anhand seiner Beobachtungskohorten. Ja inzwischen forscht er sogar über den Zusammenhang Essen und Mikrobiom. Sein Buch ist leicht lesbar, denn sehr fundiert. Auf Deutsch Mythos Diät: Was wir wirklich über gesunde Ernährung wissen“ (2016).
  • Taubes, Gary: The Case Against Sugar (2016) und Why We Get Fat and What to Do About it (2010)
    Eines der Ausnahmen: der Autor ist Physiker, aber seit mehr als 20 Jahren investigativer Wissenschaftjournalist der New York Times im Gesundheitsbereich, eine Zunft, die in Deutschland inzwischen weitgehend ausgestorben ist. Er begann vor über 15 Jahren zu diesem Thema zu recherchieren. Wer gerne Krimis liest wird hier gleichwohl fasziniert werden. Er kann Wissenschaft nicht nur sehr verständlich beschreiben, sondern enthüllt zudem die Fragwürdigkeiten und die gezielte Fehlinformationsstrategie der Nahrungsmittelindustrie der letzten Jahrzehnte. Einer meiner „Heros“, also: ihn sollten Sie lesen! In Deutsch erhältlich „Der süße Tod“ und „Warum wir dick werden“.
  • Teicholz, Nina: Big Fat Lie (2014)
    Und noch einmal krimiähnlich: Die Autorin ist auch Wissenschaftjournalistin und recherchierte über die allgemein fettverteufenlden Nahrungsregeln und offenbarte die „verlogenen“ öffentlichen Empfehlungen der us-amerikanischen Ernährungsleitlinien. So kommentiert sie auch die neue KOmmission, die unverändert vor allem industriegewogen und -bezahlt ist. Sie wurde auf dem Wege von einer Veganerin, aber trotzdem krank, zu einer überzeugten „Real Food“-Anhängerin, die insbesondere das Thema Ernährung mit Fetten, welche, wie und wieviele, lesenswert darstellt. Bedauerlicherweise bisher nicht übersetzt.
  • Wahls, Terry: The Wahls Protocol (2014) und The Wahls Protocol Cooking for Life (2017)
    Die Autorin, Fachärztin für Neurologie, erkrankte an einer rasch fortschreitenden MS. Trotz modernster Therapie war sie nach 3 Jahren rollstuhlpflichtig, als sie sich um Alternativen insbesonders betreff Ernährung bemühte. Nach vollständiger Umstellung ihrer Ernährung konnte Sie nach 2 Jahren wieder Radfahren, ja wirklich! Hierauf gründen sich Ihre Bücher und ratschläge, auch weil sie inzwischen in ihrer Klinik dies bei ihren Paienten erfolgreich einsetzt. Sehr fundierte Bücher mit sehr ausführlichen Ratschlägen zur Ernährung und einer stufenweisen Vorgehensweise. In Deutsch erhältlich als „Multiple Sklerose erfolgreich behandeln – mit dem Paläo-Programm“ (2015). Bitte nicht als Do-It-Yourself-Anleitung nehmen, ich rate zu einer ärztlichen Begleitung.

Ich werde die Liste jeweils mit meinen neuen Büchern ausbauen.