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Seminar über „Geschmacksphysik“ am 16.11.2018 in Karlsruhe

In erfolgreicher Wiederholung wurde am 16.11.2018 gemeinsam mit Sommelier Guntram Fahrner (www.weinlade.de) das Seminar über „Geschmacksphysik“ veranstaltet.

Kennen Sie die „Umami-Bombe“, das „Tomatensaft-Phänomen“ bei Flügen oder den beachtlichen Einfluss des Hörens auf Ihr Geschmackserleben?

Erneut konnte die große Neugier der erlesenen Teilnehmer mit den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen dieser Geschmacksefahrungen nicht nur zufriedengestellt werden. Die Überraschungen der Theorie konnten in ausgewählten Anwendungen und Beispielen kredenzt, ja praktisch eindrücklich erspürt – geschmeckt – werden.

Sehr oft wird leider übersehen, dass Geschmacks- und/oder Geruchsstörungen bereits lange Vorläufersymptome einer beginnenden Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit sein können. Ein Geruchs- und Riechtraining kann zum Erhalten von Hirnleistungen beitragen, ja diese verbessern!

In der angeregten Diskussion, natürlich gefördert durch die Auswahl und den Genuß herrlicher Weine, bildete der Abend eine prachtvolle Abrundung weit über die geistige Nahrung hinaus; getreu Brillat-Savarin (s.u.): „Die Thiere fressen, der Mensch isst; der gebildete Mensch allein isst mit Bewusstsein.“ 

Am 17.05.2018 wurde gemeinsam mit Sommelier Guntram Fahrner (www.weinlade.de) ein Seminar über „Geschmacksphysik“ veranstaltet.

Ausgehend von dem grundlegenden Werk zur „Physiologie des Geschmacks“ von Jean Anthelm Brillat-Savarin (1755-1826), dessen Bonmot „Sage mir, was Du ißt, und ich sage Dir, was Du bist.“ gerne falsch zitiert wir, fasste Dr. Stienen die Komplexität der Wahrnehmung des Schmeckens mit aktuellen neurowissenschftlichen Erkenntnissen zusammen.

Die Wahrnehmung im Mund, der als ein Wahrnehmungsorgan gleich dem Auge zu verstehen ist, erfolgt immer durch die Integration aller Sinne, also von Sehen, Riechen, Tasten, Hören und Schmecken, und ist zudem entscheidend durch Erinnerungen und die situativen und sozialen Merkmale geprägt. Nur in dieser Zusammenschau werden Phänomene wie z.B. das „Provénce Rosé Paradox“ verstehbar.  Eine Reihe von Phänomen wurde präsentiert und erläutert, die oft im Alltag ohne besondere Aufmerksamkeit zu erringen sich ereignen.

Durch die von Herrn Fahrner präsentierten Geschmacksbeispiele zum genußvollen Kosten wurde eindrücklich nicht nur der noch relativ unbekannte 5. Grundgeschmack – Umami – aromatiisch und praktisch deutlich, sondern auch Wahrnehmungsänderungen durch eine gezielte Kombination mit Akustik, Tastempfinden oder Geruch.

Natürlich konnte ein bekanntes, eindrückliches Beispiel, das „Tomatensaftphänomen beim Fliegen“ nicht fehlen.

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