Rufen Sie uns an 0721 83078-771 oder schicken Sie uns eine E-Mail info@praxis-drstienen.de

Tel: 0721 83078-771

Ursachen für die zunehmende Häufigkeit von Schluckstörungen

Für die zunehmende Häufigkeit von Schluckstörungen sind mehrere Entwicklungsbereiche verantwortlich. Diese sind mit der Evolution der menschlichen Ernährung verbunden.

  • Einsatz von Feuer bei der Nahrungsherstellung
  • evolutionär begründete Besonderheiten menschlicher Anatomie von Kiefer, Mund und Rachen
  • Veränderungen, die mit dem Übergang von einer Jäger-und-Sammler-Kultur zu einer Agrarkultur einhergehen (Pinhasi, R. und Stock, J.: Human Bioarcheology of Transition to Agriculture, Oxford 2011)
  • moderne Ernährung mit maßgeblich anderen Bestandteilen
  • veränderte Lebensbedingungen aufgrund moderner Zivilisationsentwicklung, auch infolge zunehmender Verstädterung und Lebensstilveränderungen.

Nur in wenigen Regionen in der Welt leben – und ernähren sich – die Einwohner noch wie unsere Vorfahren. Beispielhaft sind die Hadza in Tansania, ein interessantes Forschungsgebiet mit bemerkenswerten Erkenntnissen zur evolutionären Anpassung des Menschen in seine Umwelt (z. B. das Mikrobiom, d. h. die „Keimwelt“ in unserem Darm).

Über viele Jahrhunderte der letzten zwei bis drei Jahrtausende waren in Europa Kochen und Gesundheitslehre (Vier-Säfte-Lehre antiker Autoren) eng verknüpft. Ein wichtiger Teil ärztlicher Therapie war das Verordnen einer Diät. Erst im 16./17. Jahrhundert trennten sich Kochen und Gesundheitslehre, weil – wie in Frankreich – das Kochen ästhetisiert und zur Kochkunst erhoben wurde.

Die Physiologie des Geschmackes und der Kulinarik fand mit Jean Anthelme Brillat-Savarin 1865 eine neue Qualität. Davon zeugt seine zum Bonmot avancierte These: „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, was du bist.“

 

Menü