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Kongress-Vortrag auf der Jahrestagung am 28.03.2019 in Stuttgart

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Dysphagie in Stuttgart referierte Dr. Stienen über das Tema: „Wie wirksam ist unsere dysphagiologiologische Diagnostik bei neurogener Dysphagie?“Nach über 20 Jahren umfangreicher Forschung über Schluckstörungen bei neurologischen Krankheiten sind erfreulicherweise erhebliche Fortschritte im Verstehen der funktionellen Störungen, in der Diagnostik und der Therapie erreicht worden.

Beginnend vor etwa 10 Jahren wurden erste Leistlinien entwickelt. Nun können diese angepasst werden. Ein großer Schritt voran wurde z.B. in der Diagnostik der Schluckstörungen nach Schlaganfall gemacht. Nun wissen wir: ca. 80% sind betroffen, je früher die logopädische Untersuchung und Theapie beginnt, desto geringer ist das Risiko eine Lungenentzündung zu entwickeln. Auch wird klar, dass ein einfacher Fragebogen (gEAT-10) sehr hilfreich sein kann, frühzeitig auch leichte und noch gut behandlungsfähige Störungen, die auch oft bei Parkinson, MS oder beginnender Demenz vorkommen, aufzudecken.
In der kontoversen Diskussion wurde klar, es bleibt noch viel zu tun, ja muss getan werden, dies Feld voranzubringen.

Vortrag „Bolustod“ auf Jahrestagung für Dysphagie am 15.03.2018:

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Dysphagie in München hielt Dr. Stienen einen weiteren Vortrag. Auf dem Experten-Symposion `Dysphagie in der Geriatrie´ war sein Vortragsthema: „Bolustod – Diskussion möglicher Ursachen und Versuch eines Risikoprofils Gefährdeter“. Auf dem Kongress diskutierten mehr als 300 Ärztinnen/Ärzte und Logopädinnen/Logopäden aus dem In- und Ausland neueste Forschungsergebnisse.

Einhellig war bei einer Podiumsdiskussion die Meinung aller Fachleute, dass Schluckstörungen vielfach und insbesondere bei älteren Menschen nicht erkannt und nicht ausreichend betreff Diagnistik und Therapie beachtet werden.

Die Untersuchung zum Bolustod erfolgte als Literaturrecherche. Es wurden 13 Studien ausgewertet. 3 Studien waren Daten aus Todesregistern der USA, 10 Studien forensiche, pathologische Studien, wobei davon 4 in Deutschlad erhoben wurden (München, Rostock, Düsseldorf und Köln), die umfangreichste und ausfürhlichste erfolgte über 2 Dekaden in Wien.

Am 19. Februar 2018 war Dr. Stienen am Kölner Dysphagiezentrum Mitveranstalter und Vortragender vor Logopädinnen und Logopäden zum Fachthema Boluspräparation, was die Zerkleinerung und Wahrnehmung des Essens im Mundraum als Vorbereitung zum Schlucken darstellt.

Als neurophysiologischer Hintergrund wird das Thema der parallelen Verarbeitung aller externen und internalen Sinneseindrücke („Bayes-Brain“), die multisensorische Integration, erläutert und an typischen Beispielen aus dem Alltag ausprobiert. Zudem werden verschiedene Wahrnehmungstests und mögliche Ursachen einer krankhaft gestörten Wahrnehmung (z. B. Riechverlust oder Geschmacksstörung infolge von Medikation) besprochen.

Ärztliche Fort- und Weiterbildung sind Dr. Stienen ein wichtiges Anliegen. Als Facharzt mit ausgeprägten Schwerpunkten hält er es für eine Selbstverständlichkeit, stets auf dem neusten Stand zu sein. Da der Fortschritt in der Medizin ein unglaubliches Tempo aufgenommen hat, ist es erforderlich, regelmäßig an Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Nur so kann die neurologische Praxis von Dr. Stienen Ihnen in Karlsruhe die bestmögliche Diagnostik und Therapie anbieten.

Von 7. bis 9. Dezember 2017 nahm Dr. Stienen in Berlin an der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation – 100 Jahre Neurorehabilitation in Deutschland teil. Über 700 Teilnehmer diskutierten die neuesten Erkenntnisse in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen,  z. B. Gangstörungen, Armlähmungen, schmerzhafte Schulter nach Schlaganfall, Neuropsychologie, Fahreignung oder aus den Anwendungen von Reizstromtherapie (z.B. Gleichstromtherapie am Schädel) und Kinesiotape.

Dr. Stienen hielt einen Vortrag über Lungenentzündung als Folge von Schluckstörungen. Infolge der hohen Sterblichkeit (3-5fach) und der insgesamt dadurch verschlechterten Prognose – auch was die Fähigkeiten im täglichen Leben betrifft – wird in der Akutphase zum wiederholten Einsatz der endoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) geraten, um eine frühe adäquate Diagnose und Therapie mit zeitnaher Änderung eines Behandlungsregimes durchführen zu können. Die übliche klinische Schluckuntersuchung der Logopädie ist zwar richtig und wichtig, jedoch ergibt diese oft ungenaue Ergebnisse, die bei apparativer Überprüfung in mehr als der Hälfte der Fälle korrigiert werden müssen. Strukturelle Limitierungen (Sach- und Finanzausstattung der Kliniken) wurden in kritischen Anmerkungen als große Hürde erkennbar.

Zur 10-jährigen Jubiläumstagung mit dem Thema „Vorträge Für Die Sinne“ am 18. November 2017 des Kölner Dysphagiezentrums hielt Dr. Stienen einen Vortrag über „Bolusgnosie – ein Phänomen mutisensorischer Integration“. Inhalt war, dass die Geschmackswahrnehmung als ein komplexer neurophysiogischer Vorgang im Gehirn zu verstehen ist, an dem immer alle Sinne (Sehen, Riechen, Hören, Fühlen, Schmecken) beteiligt sind. Geschmack auf die 5 Grundgeschmackstypen (umami, süß, sauer, bitter und salzig) auf der Zunge zu begrenzen ist eine unzutreffende Vereinfachung der bewussten Wahrnehmungen von Speisen.
KDZ Jubiläum am 18.11.2017

Vom 20. bis 23. September 2017 nahm Dr. Stienen am „World Dysphagia Summit“ im Barcelona teil. Drei Tage lang diskutierten mehr als 500 Experten die neuesten Erkenntnisse über Schluckstörungen. Wichtiges Ziel ist eine weltweit einheitliche Definition der Diagnose, Untersuchungs- und evidenz-basierten Behandlungsmethoden zu erarbeiten.
Hier können Sie das Teilnahme-Zertifikat betrachten.

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